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Rückschau 5. Merseburger Rapid Prototyping Forum

Erfolgreiche Bilanz - Who ist Who der Branche trifft sich zum 5. mal an der Hochschule Merseburg

 

Rapid Prototyping hat sich in den letzten 2 Jahrzehnten als Querschnittstechnologie für die Muster- und Prototypenherstellung etabliert. Inzwischen werden

mehr und mehr Serienteile mit diesem Verfahren hergestellt. Darum widmete sich das am 8. September 2011 zum 5. mal von der Hochschule Merseburg und der Merseburger Innovations- und Technologiezentrum GmbH (mitz) mit Unterstützung des Mitteldeutschen Netzwerkes Rapid Prototyping enficos ausgerichtete Merseburger Rapid Prototyping Forum dem i-manufacturing - der intelligenten Serienfertigung.


„i-manufacturing/ intelligente Serienfertigung ist eine auf generativen Verfahren basierende Herstellung von Produkten aus Kunststoff oder Metall ohne die Nachteile der Serienfertigung wie Werkzeug, Hinterschnitte, Formschrägen, ggfs. Montage o.ä. in Kauf nehmen zu müssen. Dabei sind dem Konstrukteur kaum Grenzen gesetzt, sofern er die Prozessparameter der einzelnen Verfahren kennt und beherrscht. Durch Erhöhung der Funktionalität, bedingt durch die Integration von Funktionen, und den Wegfall von Werkzeugen sinken die Stückkosten. Kommende Normen schaffen Sicherheit bei Produzent und Verbraucher.“

Wesentliche Vorteile des i-manufacturing sind:

  • Wegfall kostenintensiver Werkzeugen
  • sofort umsetzbare Änderungen im Design
  • Reduzierung von Montagekosten durch integrative Fertigung von Baugruppen
  • Just-In-Time-Produktion, d.h. kurzfristige Lieferung, keine Lagerhaltung
  • Personalisierung der Produkte ohne großen Mehraufwand

Die Tagung mit 10 interessanten Vorträgen führte RP-Experten aus ganz Deutschland mit innovativen Mittelständlern und Forschungspartnern der Region (insgesamt mehr als 80 Teilnehmer) zusammen und spannte einen Bogen von fertigungsgerechtem Konstruieren von RP-Teilen und Standardisierungsbestrebungen über neue Anwendungsmöglichkeiten in der Dentaltechnik und Schuhindustrie, die werkzeuglose Fertigung von Funktionsteilen für die Motorradindustrie und im Flugzeugbau bis zum I-manufacturing in der Kunst.

Die fachbegleitende Ausstellung (Poster- und Produktpräsentationen von 22 Firmen und Forschungseinrichtungen) informierte die Teilnehmer über neueste Forschungsergebnisse, Trends und Produktneuvorstellungen und inspirierte zu gemeinsamen Forschungsprojekten und neuen Kooperationsansätzen.

 

i-manufacturing - Zusammenfassung und Resümee
Dietmar Glatz, Rapid Prototyping Labor an der Hochschule Merseburg 

Chancen:

  • Eine Erhöhung der Funktionalität durch Integration ist sehr gut durchzuführen
  • Da keine Werkzeuge anfallen, ist eine Kostenreduktion der Stückkosten gegeben
  • Varianz bzw. Änderungen sind rein über die Software zu realisieren
  • Thermische Isolierung durch Hohlwände ist in den generativen Verfahren einfach zu erstellen
  • Durch Wegfall der Montage entfallen Werkzeugkosten, Montagekosten und die dadurch nicht entstehenden Fehler
  • Individuelle Produkte, so genanntes customizing, ist gut zu realisieren, da fast ausschließlich Software/CAD gebunden
  • Da die Steifigkeit eines Bauteils sowohl eine Material- als auch eine Geometrieeigenschaft ist, kann die Steifigkeit sehr gut an die Gegebenheiten des Bauteils angepasst werden. Stichwort: tragende Strukturen.
    Denn bei den generativen Verfahren braucht weder auf:
    • Entformungsschrägen
    • Hinterschnitte
    • Anguss/Anschnitt
    • Auswerfer
    Rücksicht genommen werden.
  • Die Nachbehandlung der Teile bringt eine Verbesserung der Eigenschaften
  • Bereits jetzt gibt es eine Vielzahl von Beispielen

Bedarf:

  • Es fehlen Standards bzw. Konstruktionskataloge, nach denen ein Konstrukteur bauen kann. Prozessrelevante Parameter für jeden Prozess müssen ermittelt werden.
  • Die Auslegung einer Konstruktion muss für jedes RP-Verfahren separat ermittelt werden, Prozessgerechtes Design

Risiken:

  • Es fehlt eine verbindliche Normung, die dem Hersteller Sicherheit für seine Bauteile gibt. (ist für einige Bereiche auf dem Weg)


Mit dieser Veranstaltung wurde die gewachsen Bedeutung des mitz und der Hochschule Merseburg gemeinsam mit den anderen Netzwerkpartnern im Bereich Rapid Prototyping für den mitteldeutschen Raum hervorgehoben. Die bisherige Bündelungstätigkeit des Mitteldeutschen Netzwerkes Rapid Prototyping enficos fand bei Besuchern und Ausstellern große Anerkennung.


Rapid Prototyping Labor an der Hochschule Merseburg:
Das an der Hochschule Merseburg vorhandene Expertenwissen und die vollständige RP-Fertigungskette vom 3D-Scan über CAD-Konstruktion und verschiedene RP-Verfahren bis zur Abformung für Kleinserien wird für Forschung, z.B. zu biobasierten Werkstoffen für Rapid Prototyping-Technologien und Lehre in den Studienrichtungen Kunststofftechnik, Mechatronik genutzt.

 

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